Leseprobe
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Unterstützung für Mutter und Kind
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Alexandra wurde mehr und mehr mobil und wollte beschäftigt werden. Ende August konnte sich Gisela einen Arbeitstag ohne Babybetreuung durch Dritte nicht mehr vorstellen, zumal sich die Arbeitsaufgaben häuften. Da uns die Situation mit dem Babysitter im Haus sehr gut gefiel, dachten wir über eine dauerhafte Anstellung nach. Am liebsten wäre uns eine Kombination Babysitter/ Haushälterin gewesen. Auf unsere Announce in der lokalen Zeitung meldeten sich ca. 15, überwiegend sehr junge Frauen. Zwölf vereinbarten einen Vorstellungtermin, allerdings erschienen nur acht. Wir waren erschrocken, daß sich so viele junge Mädchen (16-18 Jahre) meldeten, die offensichtlich keine anderen Zukunftspläne hatten. Auf unsere Frage, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen, ob sie einen Beruf erlernen oder auf's College gehen wollen, zuckten die meisten nur mit den Schultern. Dies gefiel uns gar nicht. Hinzu kam, daß eine unserer Vorbedingungen war, daß der Fernseher nicht den ganzen Tag läuft. Dann hätte der Babysitter also selbst das Kind unterhalten müssen … Unsere Wahl fiel auf Bea, eigentlich Beatrice. Sie ist 38 und erschien zum Vorstellungsgespräch mit ihrem Mann und Jordan, damals 8 Monate alt. Alle drei waren uns von Anfang an sympatisch (Nicht nur, weil Jordan auch noch gestillt wurde. Bea hatte bereits zwei Mischlingskinder adoptiert, inzwischen 10 und 12 Jahre alt.). Und so kommt seit September nicht nur ein Babysitter ins Haus, sondern zusätzlich ein kleiner Spielgefährte. Freunde mit Kleinkindern hatten uns gewarnt - Um Gottes Willen, halst Euch kein zweites Kind auf, Ihr müßt alle 6 Wochen malern! Na und? Erstens ist es nicht so schlimm (Die beiden haben noch nicht die faszinierende Wirkung von Buntstiften entdeckt.) und zweitens hat unsere Kleine so viel Spaß. Alexandra hat Jordan und Bea ins Herz geschlossen. Wenn morgens um 9 Uhr die Tür aufgeht, ist sie nicht mehr zu bremsen. Allerdings, nachmittags um 3 Uhr hat sie auch genug und nimmt erst einmal voll die Mami in Beschlag. Es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten! Es hat für uns auch noch einen anderen wesentlichen Vorteil. In diesem Herbst haben wir zwei Kurse in unserem MSBA-Programm belegt. Das heißt, daß wir mittwochs und jeden zweiten Montag einen Babysitter für die Abendstunden brauchen. Da Bea nur fünf Autominuten entfernt wohnt, können wir Alexandra zu ihr bringen. Unsere Kleine muß sich nicht jedes Mal an einen neuen Aufpasser gewöhnen, sondern hat ihren Spaß. Inzwischen liebt sie auch Christiane und Patrick, Jordan's große Geschwister. Gisela gibt gern zu, daß sie manchmal ganz schön neidisch ist. Im Büro am Computer kann sie die Drei oft vor Vergnügen lachen und kreischen hören. Da würde sie gern einmal mit Bea tauschen!
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