| Entrepreneurship in Deutschland und Amerika ... Als Autoren zweier zahnmedizinischer Fachbücher und als eCommerce Service-Firma für einen großen amerikanischen Wissenschaftsverlag nahmen wir an, daß wir unseren „Aufbruch ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten" schon an den Mann oder die Frau bringen würden. Weit gefehlt, denn deutsche Verlage denken nur an Absatz und Gewinn, weniger an Qualität oder gar an Risiko. Keiner der vielen Verleger, denen wir ein Probeexemplar geschickt hatten, kritisierte das Manuskript. Es wurde sogar mehrmals ausdrücklich gelobt. Die Standardantwort war jedoch, daß es dafür „keinen genügend großen Markt" gäbe. Ein immer wieder kehrendes Argument erboste uns sehr, es gäbe ja „nur wenige Hunderte, die jedes Jahr in die USA auswandern würden". Schon ein Anruf beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) genügt, um herauszufinden, daß der DAAD allein im Jahre 1999 3.625 Akademiker in Nordamerika förderte. Hinzu kommt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Wir sprechen also schon über einige Tausende pro Jahr, die das Land für ein Forschungsstudium oder Fellowship in Richtung USA verlassen. Dies schließt nicht die Angestellten multinationaler Firmen ein, die aufgrund der zunehmenden Globalisierung in die USA versetzt werden. Hinzu kommen Au-Pairs, Austauschschüler und... Ein Verlag besaß sogar die Dreistigkeit zu antworten: "…Übrigens: einen Abnehmer hat Ihr Buch gefunden. Der Sohn eines Verlagsmitarbeiters … wird in einem halben Jahr mit seiner Familie ebenfalls über den Großen Teich ziehen. Er findet dort wirklich alle Fragen beantwortet, die man in seiner Situation hat. Aber - noch einmal - von dieser Sorte gibt es vielleicht hundert Leute in Deutschland. Zu wenige für ein Buch." Nach all diesen Absagen stellte sich die Frage, warum wir uns eigentlich mit solchen, auf ungenügender Recherche und Desinteresse basierenden Argumenten herumärgerten. Wofür brauchen wir einen Verlag? Können wir das nicht selbst? Nach einer intensiven Recherche im Internet fanden wir die Antwort und Lösung unseres Problems: Wir würden selbst einen Verlag gründen müssen, um eine ISBNummer zu erhalten. ... Aufgrund der vielen persönlichen Anfragen, die wir von Lesern erhalten, haben wir ein Diskussionsforum für USA-Begeisterte und Auswanderlustige eingerichtet . Es erfreut sich großer Beliebtheit, hier tummeln sich alle, die angeblich „kein Markt" für deutsche Verlage sind. So haben wir seit Juli 2000 bereits viele Ideen und Vorschläge an Green Card-Lotterie-Gewinner, Austauschschüler, mitreisende Ehefrauen oder -männer, Hochschulabsolventen, Studenten und Au-Pairs gegeben. Wir hoffen, daß eines Tages unsere Leser selbst von ihren eigenen Erfahrungen berichten… Inzwischen haben wir die Anfangsschwierigkeiten gemeistert, sind zumindest in einer der Zwischenbuchhandlungen gelistet und haben innerhalb von 10 Monaten die erste Auflage verkauft. Aus unserer Erfahrung entstand ein neues Projekt: Der SPALLEK.COM Verlag bietet Erstautoren an, unter seinem Dach ein Manuskript mit ISBN zu versehen und zu veröffentlichen. Wir hoffen, mit diesem Angebot all denen zu helfen, die von deutschen Verlagen ebenfalls zurückgewiesen und dennoch nicht entmutigt wurden . ... |