| Die Amerikaner sind verrückt! Wir leben gern in den USA und passen uns sicherlich einigen Gewohnheiten der Amerikaner an. Wir sind aber viel zu sehr wir selbst, als daß wir unsere Identität oder Herkunft aufgeben oder verleugnen würden. Trotzdem oder gerade deshalb werfen wir oft einen besonders kritischen Blick auf amerikanische Gewohnheiten und Sitten. Dies ist sowohl als Selbstschutz zu verstehen und auch mit dem Wunsch verbunden, unsere amerikanischen Freunde in mancher Hinsicht zu beeinflussen. Letzteres mißlingt uns regelmäßig. Im allgemeinen sollte man die amerikanischen Eigenheiten nur vorsichtig kritisieren und nur mit sehr engen Freunden diskutieren. Den Amerikanern ist Nationalstolz selbstverständlich, den Deutschen wiederum gar nicht. Beides hat historische Wurzeln. Dennoch erscheint es uns heute, daß gerade die Deutschen besonders oft über viele ihrer eigenen Lebensumstände klagen. Sehr treffend hat dies eine uns bekannte Redakteurin als Reaktion auf unseren Rundbrief vom November 1997 (siehe Anhang: Rundbrief November 1997) ausgedrückt: „In unserem verängstigten, frustrierten, hoffnungsarmen Land schienen Ihre Zeilen für eine andere Lebensrichtung, wenn nicht sogar für eine andere Philosophie zu stehen, die viel mit dem eigenen Blickwinkel zu tun hat: Ist der positiv und zukunftsgerichtet, wird die Welt zu einem spannenden Abenteuer, das neugierig stimmt auf ein Morgen, und das Zuversicht gibt in einer sich atemberaubend schnell verändernden Zeit." Zur amerikanischen Lebensweise gehört auch ein ordentliches Maß an Individualismus und Verrücktheit. Beides, der Individualismus und die Verrücktheit, erstaunen uns immer wieder und machen unser Leben in Amerika noch spannender. Ein paar Beispiele sollen dies belegen. ...
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